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Franz Mayrhofer

Franz Mayrhofer... logo (c) fm

1951 in Oberösterreich geboren.
Studierte Anglistik und Slawistik an der Universität Salzburg.
Er ist Lehrer an einem Gymnasium. Er lebt und arbeitet in Elixhausen bei Salzburg.

Schon seit seiner Schulzeit Auseinandersetzung mit Malerei, 
und seit 1982 insbesondere mit der Technik der Radierung. 
Seit den 70er Jahren regelmäßige künstlerische Tätigkeit

Im Sommer 1988 Assistent in der Radierklasse der Internationalen Sommer-
Akademie für Bildende Kunst in Salzburg.
Mehrmalige Teilnahme an den Radiersymposien in der Radierwerkstatt bei Marianne Schenk in Freilassing.

Ausstellungen in Österreich, Deutschland und Frankreich.
Ausstellungsbeteiligungen in Deutschland.

MUT  ZUM  RISIKO  DER  KONFRONTATION

Das Risiko, immer wieder auf scheinbar Unverständliches in den Bildern Franz Mayrhofers zu treffen, ist  relativ hoch.

Formale Brüche, Diskrepanzen, Störfelder und interpretatorische Kippeffekte sind in seiner Arbeit immer wieder zu finden. Die Arbeiten erscheinen als eine Art Gratwanderung zwischen dem, was lohnt festzuhalten, und dem, was lohnt loszulassen. Seine Bildwelt ist nicht gekennzeichnet durch schreiende Kontraste oder plakative Effekte, nicht durch gröhlende Parolen oder dogmatische Manifeste und auch nicht durch eine perfektionistische Verführungsästhetik. Seine Bilder sind viel mehr getragen von einer Art Stille, einer Stille, die im semantischen Sinn die Stille des betroffenen Mitmenschen – des Miteinanderseins – repräsentiert. Franz Mayrhofer schöpft seine Themen und Bildmotive demnach aus der Hinwendung zum Gegenüber.

Das Auge des Betrachters wird geleitet, mitunter aber auch abrupt angehalten, um irritiert zu werden – als Aufforderung nachzufragen – um Stellung zu beziehen. Beziehungsschichten werden reflektiert, gezeigt, verwoben und durchleuchtet. Konflikte des Entstehungsprozesses werden bewusst visualisiert, dokumentiert – als Spiegel persönlichen Seins. Bildstrukturen sind entwickelt, die erreichen, dass konventionelle Sichtweisen relativiert erscheinen, ohne jedoch gleichzeitig den Stab über sie zu brechen. – „Leben und leben lassen“ – als eine, die Bildmotivation betreffend tragende Grundhaltung. Erlebtes, auch Konflikte, Sehnsüchte, Ahnungen, auch Unzulänglichkeiten des Mensch-Seins werden in Bildzeichen transformiert, deren Natur es ist, als Metaphern an das Sensorium der menschlichen Wahrnehmung zu appellieren.

Die Dokumentation von teils experimentell anmutenden Arbeiten und Zustandsdrucken zeigt, welch breiten Spielraum Franz Mayrhofer der Technik der Radierung in Hinblick auf formale Gestaltungsabsichten einräumt und legt auch offen, dass diese Art von Druckgrafik nicht der Auflagenhöhe – also der Vervielfältigbarkeit ein und des selben Bildsujets – verpflichtet ist. Auflage bedeutet hier vor allem: Suche, Wandlung, Fortschreiten und Entwicklung. Jeder seiner Drucke verweist somit auf nur ihm eigene Charakteristika, die ihn zum Original erheben, einzigartig machen.

Die Motivation, diese Bildsprache einer kunstgeschichtlich-kontextuellen Bindung zuzuführen oder sie gar daraus abzuleiten, drängt sich nicht auf. Scheint´s unbeeindruckt der „großen Einflüsse“ akademischer Kunstauffassung einerseits und zeitgeistiger Kunstströmungen andererseits und auch nicht über die schon viele Jahre seines Schaffens den Versuchungen des Kunstmarktes unterliegen, werden uns Bildwelten erschlossen, die ein hohes Maß an Authentizität vermitteln.

Schon im Jahr 1886 schreibt Vincent an seinen Bruder Theo die Qualität von Bildsprache beurteilend: „Ich will meine Formen nicht akademisch korrekt haben! Es ist mein größtes Verlangen, solche Unrichtigkeiten machen zu lernen, daß es Lügen werden, Lügen, die aber wahrer sind als die buchstäbliche Wahrheit.“

Prof. Robert Wintersteiger

Salzburg, April 2002

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